Ja genau, eines neues Blog!
Seit Jahren überlege ich schon, ob ich mal wieder ein privates Blog anfangen sollte. Denn manchmal lassen sich nicht alle Gedanken in 140-Zeichen auf Twitter mitteilen.
Ich könnte jetzt natürlich auch ein öffentliches Evernote Notizbuch nutzen, mein altes Tumblr wieder beleben und ein neues Template coden, oder einfach ganz schnell ein neues Wordpress aufsetzen. Ich habe ich der Vergangenheit auch einfach Medium genutzt wenn ich mal was längeres zu sagen hatte. Wie zum Beispiel meinen Artikel zum Thema „Lean Publishing“.
Bei Schreiben dieses Artikels ist mit klar geworden, schnell Artikel zu schreiben möchte und diese dann in nach der Veröffentlichung immer weiter anpassen möchte. Dafür nutzten viele Entwickler Git. Warum sollte das nicht auch für Autoren funktionieren? Git ist eine Versionsverwaltung für Dateien. Dateien das sind die Dinger, in denen man vor dem Boom des Web 2.0 Dinge gespeichert hat. Seit 2006 bin ich auch diverse Webservices umgestiegen und habe kaum noch mit Dateien gearbeitet. Meine Präsentation, Tabellenkalkulation oder Textdokumente liegen bei Google Docs. Meine Notizen bei Evernote und so habe ich inzwischen für nahezu jeden Alltagsproblem einen Service gefunden, der mir hilft.
Back to the roots
Momentan programmiere ich wieder recht viel. Und das passiert auch heute noch in der Regel über so richte echte Dateien, die auf einer Festplatte oder einen Server liegen.
Außerdem beschäftigte ich mich seit einiger Zeit mit dem Schreiben und führe das Blog digital fitness auf stern.de. Da ich gerade ziemlich viel zwischen Hamburg und Berlin im Zug sitze brauchte ich ein Schreibtool, dass auch bei beschissener Internetverbindung im Zug funktioniert. Ich habe das Programm Writer Pro gefunden. Damit kann man total fokussiert schreiben und kann seine Texte als Markdown-Dateien speichern.
Es ist super angenehm in Editoren wie Writer Pro zu schreiben. Das mache ich für meine Artikel auf stern.de auch. Mein Blog dort basiert allerdings auf Wordpress. Dummerweise habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden meine Markdown-Dateien direkt als Wordpresspost zu speichern. Vor dem Veröffentlichen muss ich also die Inhalte per Copy & Paste ins Wordpress-Dashboard bringen. Und wenn ich meinen Text verändern möchte, geht das ganze von vorne los. Die doppelte Arbeit nervt und sowas ist immer fehleranfällig.
Wer noch nichts von Markdown gehört hat, sollte ich den neunetzpodcast 46 anhören. Marcel Weiss spricht mit Johannes Kleske über Markdown, und über die Art und Weise, wie sie mit Text arbeiten.
Und für Präsentation habe ich gerade das absolut geniale Programm Deckset entdeckt. Damit kann man Präsentationen einfach als Markdown runterschreiben.
Ich komme gerade in ziemlich vielen Projekten wieder mit Dateien in Berührung und deshalb habe ich mir für mein Blog auf die Suche nach einem System gesucht, dass ich nutzen kann, um meine Blogbeiträge einfach in eine Markdown-Datei zu schreiben.
Und tatsächlich bin ich fündig geworden: Jekyll.
Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Es ist wirklich seltsam, Jekyll vereint wirklich alles was mich momentan interessiert:
- Man braucht keine Datenbank und kann die Artikel einfach als Markdown-Datei schreiben.
- Man kann die notwendigen Dateien auf Github hosten: http://jonas28.github.io. Und so sind auch alle meine Änderungen und Entwicklungsschritte transparent auf github zu sehen.